
Der offensichtlichste Aspekt einer Windowsanwendung (= Rich-Client) ist das oft sehr exakt zugeschnittene Benutzerinterface. Windowsanwendungen bieten hier völlige Gestaltungsfreiheit. Angefangenen vom nüchtern-funktional gestalteten Datenformular bis hin zum komplexen multimedialen Interface mit Drag ´n Drop, aufwendiger grafischer Darstellung sowie der Kombination verschiedenster Eingabemöglichkeiten. Die Rich-Client-Anwendungen glänzen mit einer nahezu unbegrenzten Vielfalt. Vor allem bei sehr speziellen Anwendungen wie z.B. technisch-wissenschaftlichen Anwendungen eignen sich Rich-Clients besonders.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass Rich-Clients die Leistungsfähigkeit der Clienthardware voll ausnutzen können. Prozesse, die auf den Client ausgelagert werden, entlasten die Serverlandschaft und reduzieren die Kosten in diesem Bereich. In Umgebungen mit sehr vielen Clients kann dies beträchtliche Summen ausmachen und gewaltige Rechenkapazitäten nutzbar machen.
Ebenfalls interessant ist, dass Rich-Clients für den Offline-Betrieb ausgelegt werden können. So kann der Außendienstmitarbeiter auch noch arbeiten, wenn er beim Kunden keinen Internetzugang nutzen kann. Die Mitarbeiter eines Unternehmens können arbeiten, während das Datenbanksystem gerade gewartet wird. Bei Herstellen der nächsten Verbindung werden die Daten synchronisiert.
Windows-Anwendungen sind konsequent dezentrale Lösungen. Neue, automatisierte Verteilungsmechanismen wie z.B. die Smart-Client-Technologie mindern die negativen Auswirkungen des dezentralen Ansatzes. Sinnvoll eingesetzt können mit (Smart-)Rich-Clients große, oft bereits vorhandene Kapazitäten nutzbar gemacht und der Betrieb einer Anwendung auch unter schwierigen Bedingungen aufrechterhalten werden.