
Die Leichtigkeit, mit der Webanwendungen dem Benutzer zur Verfügung gestellt werden können, ist eines der Hauptargumente: Verteilung, Konfiguration und Administration dieses Anwendungstyps geschieht zentral. Einrichtung und Konfiguration vieler Clients ist i.d.R. nicht erforderlich.
Dank neuer Technologien und ständiger Weiterentwicklung im Browser- und Webserverumfeld werden auch die Clientfunktionen reichhaltiger. In diesem Zusammenhang von Webanwendungen noch als Thin-Clients zu sprechen, wird den modernen Anwendungen mit ihren aufwendigen Benutzerschnittstellen nicht mehr gerecht. Sie stehen Windowsanwendungen oft kaum nach. Allerdings kann der Aufwand für die Erstellung sehr stark angepasster Benutzerschnittstellen für Webanwendungen sehr hoch sein. Zukünftig ist jedoch zu erwarten, dass weitere Entwicklungen dieses Manko beseitigen werden.
Zur Anzeige und Bedienung ist i.d.R. keine besonders leistungsfähige Clientinfrastruktur erforderlich. Durch flächendeckenden Einsatz von Webanwendungen kann z.B. die Betriebsdauer existierender Clientsysteme verlängert werden bzw. günstigere Clientsysteme beschafft werden. Kosten im Clientumfeld werden dadurch stark reduziert. Die Arbeitslast wird auf zentrale Systeme verlagert. Diese Systeme werden für die konkrete Last skaliert. Es steht also exakt die Leistung zur Verfügung, die auch effektiv benötigt wird. Brachliegende, teure Rechenkapazität im Clientumfeld kann so vermieden werden.
Im Bereich der Internetanwendungen führt an Webanwendungen kaum ein Weg vorbei. Hier ist Plattformunabhängigkeit das entscheidende Argument. Aber auch der Aufwand für Entwicklung, Wartung und Installation von an verschiedene Clientumgebungen angepassten Anwendungen entfällt. Lediglich eine Anpassung an die gängigen Browsersysteme ist erforderlich.