Thailändisch kochen - Kochkurs am 02.11.2016

TeilnehmerInnen: Oliver Schmitt, Daria Spilev, Michaela Schmitt, Nadine Meditz, Claudia Böddener, (Götz Schmitt)
TeilnehmerInnen:
Oliver Schmitt, Daria Spilev, Michaela Schmitt, Nadine Meditz, Claudia Böddener, (Götz Schmitt)

Als kleines Dankeschön an unsere SundLinnen hatten sich die Chefs ein „Incentive“ der kulinarischen Art ausgedacht. Der Kochkurs fand in den neuen Firmenräumen von Alexander´s Catering statt. Leider konnten Rebecca Klee und Claudia Laufs nicht teilnehmen. Noch einmal verschieben wäre in diesem Jahr nicht mehr gegangen.

Sorry für die beiden – aber das wird nicht der letzte Kurs gewesen sein!

Unser Küchenmeister an diesem Abend war Dirk Castor, der uns mit seiner Erfahrung, lockeren Art, vielen Tipps und ab und zu der letzten Prise an Zutaten auf den kulinarisch richtigen Pfad führte. Dirk ist seit Anfang der 1990er Jahre in der Gastronomie tätig, hat in einem Sternelokal in Mayen gelernt, leitet Kochkurse und bietet seine Künste auch für die private Küche als sogenannter Miet-Koch an.

Unser Programm für den Abend bestand aus den Gängen:
Gefüllte Reisteigtaschen
Pad-Thai
Tom Kah Gai
Ananas-Kokos-Salat

Zusätzlich lernten wir noch die Zubereitung einer Chili-Paste, die schnell als „Geheimwaffe“ bezeichnet wurde sowie die Besonderheiten und speziellen Wirkungen von Ghee kennen. Leider hat uns Dirk die Herstellung nicht in die Rezeptsammlung geschrieben. Dafür finden wir am Ende des Berichts eine Anleitung die zum individuellen Verfeinern einlädt.

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In der Profi-Küche von Alexander´s Catering in Urmitz sollte uns allen doch das Herz aufgegangensein. Endlose Weiten zum Abstellen, Schnippeln, Hacken, Dreck machen 🙂 und dann immer noch Platz ohne Ende. Und nicht zuletzt der gute Geist, der im Hintergrund alles von alleine weg- räumt.

Herzlichen Dank an die Heinzel-Frau, die unser Chaos still und leise beseitigte. So was wünsch ich mir für zuhause.

Rezepte OHNE Mengenangaben hatte wohl noch kein(e) TeilnehmerIn zuvor gesehen. Eigentlich ist das eine gute Idee, denn das Kochen nach Milligramm, Gramm und Esslöffeln sowie anderer Angaben lenkt ja vom eigentlichen Ziel des Kochens ab.

Egoistisches Ziel des Kochens sollte immer sein, den eigenen Geschmack oder den seiner Gäste zu treffen – und der ist immer individuell und kommt meist nicht aus der Dose. Die eine mag es lieber würzig, der andere mag nur wenig Salz. Und bei unseren mengenfreien Rezepten konnten wir gut lernen und erfahren, dass man solange die Zutaten zugibt, bis es ihm oder ihr oder im allerschlimmsten Fall allen schmeckt!

Nur nicht alles sofort in den Topf 🙂 Und Knollen bitte immer nur Zehe nach Zehe….

kochkurs021216-03Schnell teilte Dirk die Arbeitsgruppen ein und gemeinsam wurden die Vorabreiten für die vier verschiedenen Rezepte verarbeitet.
Trotz hoher Konzentration zeigten alle Gesichter die Freude an der „Arbeit“.

Und es wurden auch an diesem Abend keine eigenen Körperteile abgeschnitten!

Die gefüllten Reisteigplatten sahen im nicht frittierten Zustand zwar ungewohnt aus -schmeckten aber mit der selbst gemachten Soße dennoch sehr, sehr gut! Will man sie frittieren, wickelt man sie einfach in ein zweites Reisteigblatt ein und dann ab in´s heiße Öl der Friteuse.

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Die Tom Kah Gai war sicherlich der geschmackliche Höhepunkt an diesem Abend. Der intensive Geschmack dieser Fischsuppe mit Hühnchen und den leckeren Zutaten stand im absoluten Kontrast zu unserer Hauptspeise; dem Pad-Thai.

Großzügig – wie wir es nun gelernt hatten- kippten wir Kokosmilch und Zutaten nach und nach dazu. Wenn alle Teilnehmer von der Suppe kosten, bleibt ja eigentlich auch keine andere Wahl.

Pad-Thai: Reisnudeln und Tofu „entziehen“ diesem Pfannen-Gericht ordentlich Geschmack, so dass wir wieder bestätigt sahen, warum es keine festen Mengenangaben geben sollte/kann. Hier halfen die „Geheimwaffe“ und das zusätzliche Nachwürzen mit den übrigen Zutaten dem Gericht auf die Sprünge. Das allzu großzügige Interpretieren der Mengen kann bei einer Überdosierung aber schnell zu übermäßigem Durst und Diskussionen mit dem daheim gebliebenen Partner führen! Das gilt nicht nur bei Knoblauch. 🙂

Nach diesem dritten Gang waren wir eigentlich schon mehr als satt. Bisschen sacken lassen und wieder zurück in die Küche, um den Ananas-Kokos-Salat fertig zu stellen. Nachtisch geht eigentlich immer. Ging auch an diesem Abend. 🙂

Satte, zufriedene und freudige Mienen waren das i-Tüpfelchen auf dem Abend.

Zum Abschluss erhielten wir jeweils eine Urkunde die uns allen eine erfolgreiche Teilnahme am Kochkurs für alle Zeiten dokumentiert.

Dirk Castor hatte ja noch ein paar Ideen für weitere Kochkurse parat. Und wie wäre es im nächsten Jahr mit selbstgemachten Pasta, Soßen, Raviolis u.a.??

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Ghee – Selbst gemacht (kann man aber auch kaufen!!)
Butter in Würfel schneiden und in einen möglichst breiten Topf geben. Butter vorsichtig auf kleiner Stufe darin schmelzen.
Sobald die Butter vollständig geschmolzen ist, Temperatur erhöhen und die Butter kurz aufkochen, bis sie zu schäumen beginnt.
Anschließend die Hitze auf kleinste Stufe herunterfahren und die Butter ganz leicht weiterköcheln.
Das Eiweiß, das sich an der Oberfläche als weißer Schaum zeigt, kann zwischendurch immer wieder abgeschöpft und entsorgt werden.
Den Vorgang so lange wiederholen, bis sich kein Schaum mehr bildet. Dies kann, je nach verwendeter Buttermenge, bis zu 2 Stunden dauern. Geduld, denn je behutsamer das Ghee hergestellt wird, umso besser ist dessen Qualität.
Zum Schluss bleibt das klare reine Butterfett übrig.
Fett nur noch in ein sauberes Küchentuch, einen Kaffeefilter oder Teesieb gießen und das Ghee in einem Glasgefäß auffangen.
Gefäß gut verschließen und kurz auf den Kopf stellen. Das so entstandene Vakuum garantiert eine lange Haltbarkeit.