Moment mal? Der SQL-Server 2017 ist doch noch gar nicht veröffentlicht! Richtig, noch nicht! Jedoch soll die neue Version noch in diesem Jahr vorgestellt werden. Seit dem 19.04. ist zudem die Community Technology Preview 2 zum Download verfügbar! Im SQL-Server 2016 wurden jedoch einige neue, beachtenswerte Features eingeführt, die es natürlich auch im Nachfolger geben wird.

Einige Neuerungen sind vor allem für Entwickler interessant. Denn egal ob Query Store, Polybase, das Hybrid Feature “Stretch Database” oder neue Verschlüsselungsmechanismen – spannend sind die Neuerungen allemal. Einige nur “nice-to-have” andere wiederum wichtig und sogar Sicherheitsentscheidend.

Row Level Security (RLS)

Mit RLS ist eine Filterung und Blockierung auf einzelne Zeilen in einer Tabelle möglich. Man unterscheidet zwischen Filterung (SELECT) und Blockierung (INSERT, UPDATE, DELETE). Dieser Zugriff wird durch ein Sicherheitsprädikat beschränkt, dass vorher über eine Tabellenfunktion angelegt werden muss. So wird bei jeder Ausführung die Prüfung aufgerufen und durch die Sicherheitsrichtlinie erzwungen.

Mit dieser Vorgehensweise ist es ganz einfach möglich auch bestehende Tabellen mit RLS zu aktivieren.

Always Encrypted

Bereits mit älteren SQL-Server Versionen gab es diverse Verschlüsselungsmechanismen. Das Problem hierbei ist, dass diese mittlerweile veraltet sind. Keys werden beispielsweise in der Datenbank gespeichert. Heute, wo mehr und mehr Datenbanken in der Cloud liegen ist das ein Problem. Niemand will die verschlüsselten Daten inkl. des Schlüssel bei einem Anbieter hinterlegen.

Im SQL-Server 2016 hat man dies angepasst und auch im Nachfolger wird weiter an diesem Feature gearbeitet. Alle Daten sind jetzt sofort “on-the-fly” verschlüsselt! Die Keys liegen außerhalb der Datenbank gespeichert und somit getrennt vom SQL-Server. Dadurch erreicht man u.a., dass der Eigentümer der Daten (z.B. Unternehmen) vom Verwalter der Daten (Cloud) getrennt ist und der Verwalter keine Einsicht auf die Daten hat.

Always Encrypted Assistent

Für die Aktivierung dieses Feature gibt es im SQL-Server einen Assistenten, der bei der Einrichtung hilft.

Stretch Database

Eine Datenbank in die Cloud auszulagern ist eine tolle Sache. Doch nicht jeder ist bereit dazu. Mit Azure bietet Microsoft eine tolle Cloud-Plattform, dies ist jedoch für viele erstmal nur eine Option. Teilweise müssen einige Daten aber auch “On Premises” verfügbar sein. Das Hybrid-Feature “Stretch Database” ist genau hierfür geschaffen. Denn damit können Teile einer Datenbank z.B. nach Azure ausgelagert werden.

Das beste Beispiel sind hier die sogenannten “Kaltdaten” – Tabellen mit Altdaten die nicht gelöscht werden dürfen, die aber auch nicht mehr aktualisiert werden.

Eigentlich ist diese Funktion eine Erweiterung der sogenannten “Linked-Server”-Funktion – seit SQL Server 2016 deutlich verbessert und erweitert. Die Migration passiert vollkommen im Hintergrund und die Daten, die dann in Azure liegen sind immer verfügbar – jederzeit bereit für eine Abfrage. Mit dem “Stretch Database Advisor” kann eine Datenbank vorher überprüft werden und der SQL-Server gibt Ratschläge, wo es Sinn macht Teile der Datenbank in Azure auszulagern.

Performance, Reporting Services und noch viel mehr

Natürlich gibt es noch viel mehr Features über die es sich zu berichten lohnt. Es wurde spürbar an der Performance-Schraube gedreht, Abfragen können so bis zu 20% schneller sein. Auch hier wird es im SQL-Server 2017 noch einen Schub geben. Die Reporting-Services sind ebenfalls stark überarbeitet worden, zudem ist ein neues Reporting Services Webportal verfügbar.

Wir werden auch weiter über Neuerungen und Funktionen im Bereich SQL-Server berichten. Auch in der neuen SQL-Server Version 2017 wird sich wieder einiges tun und wir werden in diesem Blog wieder über Neuigkeiten berichten.

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Schlagwörter: Microsoft SQL Server | mssql
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