
Mit den ersten Schritten über den Burggraben verloren die meisten Handys plötzlich den Empfang. Ist das Absicht oder nur Zufall? Es passte aber gut zur geplanten Zeitreise. Und mit den Schritten durch das Burgtor drangen mittelalterlich klingende Worte an unser Ohr: „Was ist Euer Begehr?“

Im mittelalterlichen Rittersaal folgte im Anschluss an die Turniere eine leckere und prächtige Pfalzgrafen-Tafeley. Leckeres Essen, schmackhafte Getränke, aufmerksame Mägde – das hätte uns als Ritter schon gefallen können. Aber der Job als Ritter hatte bestimmt auch den ein oder anderen Nachteil?
Mit Einbruch der Dunkelheit führte uns Meister Gottfried bei Fackelschein durch die Burg. An einigen Stationen trug er in der Sprache vergangener Tage Geschichten und Anekdoten vor: Burgherren, Belagerungen, Fehden, Plünderungen, Katapulte, Kanonen, Schwerter, Pulverdampf – eine Burg war in zurückliegenden Jahrhunderten sehr begehrt und der Besitzwechsel wurde meist nicht über einen Immobilienmakler eingeleitet! Die andere Seite des Rittertums…
Unsere nächtliche Führung endete auf dem großen Plateau unterhalb des Bergfrieds. Ein grandioser Rundblick über das „grüne Meer“, eine ungewohnte Stille, über allem thronen und in die Weite schauen – das war den Rittern nur selten vergönnt.
Ihr Handwerk war der Krieg, zu dem sie oft von ihren Herren gerufen wurden. Und plötzlich traten zwei Ritter in Rüstung hervor. Zwei Turniergesellschaften lagen auf dem ersten Platz gleichauf – das forderte zur Entscheidung. Mit Schwert, Schild und Axt hieben und stachen beide Ritter für ihre Turniergesellschaft im Wettstreit aufeinander ein. Der Sieg schwankte vom einen zum anderen hin und her – bis schließlich einer den Sieg für sich erstreiten konnte und der andere am Boden lag.

Gewonnen haben schließlich dennoch alle SundLs: Einen ereignisreichen, aufschlussreichen und erinnerungswürdigen Tag!
Mal sehen, wohin es uns 2018 führen wird…