Sous Vide – so gut!

…oder Entrecôte geht immer!

Der Winter hat uns voll im Griff und das Outdoor-Grillequipment ist sicher verstaut bis es wieder entsprechendes BBQ-Wetter gibt; also ca. März 2020 😉

Die dunkle und kalte Jahreszeit eignet sich optimal, um den Blick auf andere Formen der Zubereitung zu vertiefen. Seit ein paar Wochen beschäftigt mich das Thema Sous Vide Garen und ehrlicherweise muss man sagen, dass man verschiedene Lebensmittel „neu entdeckt“.

Aber nach Gemüse, Obst und Kartoffeln musste definitiv ein weiterer Test mit Fleisch her. Ein 24-Stunden Sous Vide gegarter Schweinebauch im Asia-Style hatte im Spätsommer schon für erste Oha-Erlebnisse gesorgt. Nach der Badegymnastik bei 65°C Spa-Temperatur erfolgte damals noch eine kleine Aufknusperung der Schwarte im Big Green Egg.

Die beteiligten Damen wollten zunächst nur ein ganz kleines Anstandsstück haben, da man Schweinebauch überhaupt nicht möge… aber man wolle ja aus Anerkennung der Mühe wenigstens mal probieren. Am Ende waren knapp 2kg verputzt und der Asia-Schweinebauch mit Seealgen-Salat steht auf der Wunschliste. Damals hatte ich den Schweinebauch als Vorspeise gemacht, aber „leider“ oder doch eher Gott sei Dank kein kleineres Stück Fleisch bekommen… Zufälle gibt es 😉

Inspiriert durch den YouTube-Kanal „Sous Vide Everything“ stand Entrecôte nun auf dem Programm. Erst 2,5 Stunden bei 55°C Badetemperatur um dann in der Pfanne noch eine ordentliche Kruste zu erhalten. So der Plan und anbei die Umsetzung 😉

2,3kg Entrecôte… was will „Mann“ mehr? Schon wieder kein kleines Stück bekommen… ein Jammer!

Aufgeteilt in „mundgerechte Stücke“… keiner möchte Carpaccio

Anschließend gewürzt und im Vakuumbeutel verschweißt – hier scheiden sich allerdings die Geister. Es gibt absolut geteilte Meinungen darüber ob man das Fleisch vor dem Sous Vide Bad würzen soll. Für mich steht das komplett außer Frage und ich würze immer vorher… aber jeder wie er mag.

Richtig oder falsch entscheidet eigentlich nur der persönliche Geschmack!

Badespaß mal anders 😉

Ok, so ganz frisch aus dem Beutel sieht das jetzt nicht soooo lecker aus, aber das wird noch. Die Zutaten für die Veredlung stehen schon parat – übrigens zu viel Butter gibt es nicht!

Die Steaks werden nun bei großer Hitze in Erdnussöl mit einer schönen Kruste versehen. Dies dauert ca. eine Minute pro Seite. Anschließend wird die Temperatur auf etwas unterhalb der Mitte runtergeregelt und zu den Steaks gesellten sich Knoblauch, Rosmarin und ein „wenig“ Butter.

Was soll ich sagen? Absolut genial, butterzart, saftig und voller Geschmack… sehr genial!

Sous Vide….. so gut! 😉