Wir hatten bereits vor zwei Jahren über die großen Änderungen von Microsoft hinsichtlich OneNote berichtet: https://www.sul.de/2018/11/16/onenote-ist-abgekuendigt-nicht-ganz/

Nun gibt es seit März 2020 wieder etwas Neues: Eine OneNote App, welche über die O365 Client-Installation oder Office 2019 genutzt werden kann. Man kann also von einer Kehrtwende sprechen: OneNote 2016 wird doch weitergeführt, in einer neuen Version.

Nun haben wir uns gefragt, was hat das für einen Sinn, da es ja bereits eine „OneNote for Windows 10“ Desktop App gibt. Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, möchten wir an dieser Stelle einmal die Unterschiede dieser beiden Client-Apps vorstellen.

 

OneNote App (aus O365 / Office 2019 Clientinstallation)

Seit kurzer Zeit ist nun auch OneNote als App neben Word, Excel, Outlook & Co. aus einer O365-Subscription heraus installierbar. Diese Version unterscheidet sich jedoch optisch und auch in seiner Funktionalität von der Variante aus dem Windows Store:

Abbildung 1 - OneNote O365-App

Abbildung 1 – OneNote O365-App

Der Fokus liegt bei der OneNote App auf:

  • Der Integration von Outlook Aufgaben
  • Dem Verwenden von Vorlagen für Notizbuchseiten
  • Der Möglichkeit das Notizbuch auf der lokalen Festplatte statt in der Cloud speichern

 

OneNote for Windows 10 (App-Store App)

Diese App hatten wir Ihnen bereits in unserem letzten Blogpost vorgestellt und als Alternative zur dortigen „Abkündigung“ von OneNote präsentiert. Die App aus dem Windows Store ist weiterhin für Windows 10 verfügbar und kann, falls noch nicht vorinstalliert, einfach aus dem windowseigenen Store heruntergeladen werden.

Abbildung 2 - OneNote Store-App

Abbildung 2 – OneNote Store-App

Der Fokus liegt bei der Windows Store App auf:

  • Dem Teilen von Notizen mit Kollegen & gemeinsam daran zu arbeiten
  • Zeichnen & schreiben (Stifteingabe)
  • Dem „immversive reader“ (AR)

Was sind die Unterschiede?

In der Windows 10 Store-Version gibt es, im Gegensatz zur O365/Office2019-Version, kein Ribbon. Auch ist der Navigationsbereich anders angeordnet und funktioniert ein wenig unterschiedlich. Zusätzlich wird auch die Liste der Seitentabs direkt gezeigt, sodass schneller ersichtlich wird, welche Seiten vorhanden sind.

 

Was bleibt nun als Fazit?

Beide Versionen haben ihre Daseinsberechtigungen. Die OneNote App richtet sich an den Business-Bereich, während die Store-App eher für den privaten Endverbraucher gedacht ist. Beide Versionen greifen jedoch auf die gleiche Datenbasis zurück, vorausgesetzt der angemeldete Benutzer ist in beiden Apps der Gleiche. Die Synchronisation wird im Hintergrund über OneDrive erledigt, falls dort das Notizbuch gespeichert ist.

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